Spielberichte 2019/20


Schallende Ohrfeige für eine mäßige Vorstellung

SG Prechtal/Oberprechtal I  -  SV Mundingen I    0:2 (0:0)
BDH, 19.08.2019

 

Viele vorgenommen hatten sich die Schützlinge von SG-Trainer Robert Schäfer im ersten Saisonspiel zuhause gegen den Aufsteiger SV Mundingen.
Die Mundinger zeigten von Anfang an keinen Respekt und attackierten die Gastgeber früh und energisch bereits in deren eigenen Hälfte. Doch auch die begannen schwungvoll und so entwickelte sich in der Anfangsviertelstunde ein offener Schlagabtausch der beiden Mannschaften.
In der 18 Minute kamen die Gäste zu einer ersten Torchance. Nach einer Flanke von der rechten Seite setze ein Mundinger Angreifer mit einer Volleyabnahme aus 8 m Entfernung das Leder über die Latte. Die Platzherren hingegen zeigten zwar einige gute Ansätze im Spiel nach vorne, letztlich fehlte es aber immer an der entscheidenden letzten Aktion und so sprang außer ein oder zwei vergebenen Halbchancen keine echte Tormöglichkeit heraus. In der 36 Minute kam der SVG Mundigen zu einer zweiten Möglichkeit, das Leder titschte aber auf der Torlatte auf und sprang ins Aus.
Zu Beginn der 2. Hälfte übernahm dann die SG Prechtal/Oberprechtal zunächst für eine Weile das Ruder und bedrängte das gegnerische Tor, letztlich aber wieder ohne eine klare Chance herauszuspielen. Gute Konter erstarben, weil meist das Mittelfeld zu langsam nachrückte und die über die Flügel erspielten Hereingaben in der Mitte keine Abnehmer fanden.
Die Mundinger indessen wesentlich gefährlicher, wenn sie denn wieder vor das Prechtäler Tor gelangten. In der 58. Minute musste SG-Schlussmann Vogt wieder mit einem guten Reflex klären.
Dann erfolgte in der 64. Minute eine gelbrote Karte für die Gäste nach einem unglücklichen Foul an Manuel Burger. Dies sollte jedoch nicht wie nun erwartet wurde den Platzherren Auftrieb geben, im Gegenteil: Mundingen übernahm die Partie mit nur noch 9 Feldspielern. In der 72.  Minute kamen die Gäste zu einem Eckball, den sie in Kopfhöhe scharf auf den kurzen Pfosten spielten. Dort stand, sträflich vernachlässigt, der d5 Minuten zuvor eingewechselte Mundinger Fabian Heitzler, der mit einer leichten Bewegung den Ball ins Netz verlängerte zum 0:1.
Doch auch dieses Tor rüttelte die Platzherren nicht auf. Schmerzlich wurde ein Führungsspieler vermisst, der dem Prechtäler Spiel eine Linie gab. Zu statisch und uninspiriert versuchten sie, einen Anschlusstreffer zu erzielen. Doch das Gegenteil traf ein: in der 84. Minute versetzten die Gäste, die seit der 64. Minute zwar in Unterzahl, aber wesentlich konsequenter und aufopferungsvoller spielten, den Gastgebern mit dem 0:2 den Todesstoß. Torschütze war Kai Vogel.
Auch in der restlichen Spielzeit gelang es der SG nicht, auch nur eine einzige klare Torchance zu erspielen. 10 Mundinger Gäste hatten 11 indisponierten Gastgebern eine schallende Ohrfeige verpasst.
Sollte sich das Team im nächsten Heimspiel gegen den Titelaspiranten Bahlinger SC II nicht um einen erheblichen Prozentsatz steigern, so dürfte die nächste Klatsche folgen. Doch das kann sich die SG nicht leisten, denn 1 Woche später folgt die nächste Partie gegen einen weiteren Titelaspiranten, die Spfr. Oberried. Es wäre ein katastrophaler Start in die neue Runde, wenn in diesen beiden nächsten Partien keine Punkte gemacht würde. Einziger Hoffnungsschimmer: am kommenden Spieltag sind wieder einige Urlauber zurück, der Kader wieder etwas umfangreicher und hoffentlich die Konkurrenzsituation wieder etwas schärfer. Momentan zeigen nicht alle verfügbaren Spieler Bezirksliganiveau.


Herbe Enttäuschung im Pokalspiel

1.FC Mezepotamien – SG Prechtal/Oberprechtal 4:2 n.V. (0:0)
BDH, 12.08.2019
Wieder einmal das Aus in der ersten Runde. Gegen den Kreisliga A – Aufsteiger 1 FC Mezepotamien ging die SG Prechtal/Oberprechtal nach verdienter 2:0-Führung in der Verlängerung mit nur noch 9 Feldspielern sang- und klanglos unter.
Einer ansehnlichen ersten Halbzeit, in der beide Mannschaften guten Fußball, allerdings ohne Tore boten, folgte eine 2. Halbzeit, in der zunächst die SG mit 0:2 Toren in Führung ging. Der erste Treffer gelang dabei Robin Dengeler in der 59. Spielminute, als er nach einer etwas konfusen Abwehrarbeit der Gastgeber aus dem Rückraum trocken abzog. Gegen den verdeckten Schuss hatte der gegnerische Torhüter keine Chance. 8 Minuten später erhöhte Manuel Greve aus kurzer Distanz auf 0:2. Wieder war die Abwehr der Gastgeber nachlässig, ließ nach einem Einwurf das Leder ungehindert durch den Strafraum laufen. Greve auf Höhe des langen Pfostens musste nur noch den Fuß hinhalten.
Doch danach lief nicht mehr viel zusammen. Die Gastgeber antworteten mit heftigen Angriffen auf das Prechtäler Tor. Im Gegensatz zur vorangegangenen Spielzeit versuchten sie nur noch selten kombinatorisch zum Erfolg zu kommen. Es folgte stattdessen eine Phase mit lang nach vorne geschlagenen Bällen und damit kam die Abwehr um SG-Kapitän Patrick Pleuler, der nebenbei eine sehr starke Partie bot, immer weniger zurecht. Altes Leiden: zu groß die Abstände, zu träge die Reaktionen und auch konditionell scheinen nicht alle Spieler dort zu stehen, wo man sie sich zum Saisonstart wünschen würde.
Der Anschlusstreffer der Mezepotamier fiel in der 72. Minute. Ein hoher Ball aus dem Zentrum über die Abwehr hinweg und der Gegner war durch und stand allein von SG-Schlussmann Marvin Vogt, der wenig Abwehrmöglichkeiten hatte. Es stand 1:2.
Es folgt wenige Minuten später eine für die SG fatale und für den leitenden Unparteiischen fast schon beschämende Entscheidung: zunächst verdarb der Schiri dem aus der eigenen Hälfte gestarteten Manuel Greve eine gute Möglichkeit durch einen Abseitspfiff, dann zeigte er diesem auch noch Gelbrot, nachdem der sich wegen dieser Entscheidung durchaus verständlich ärgerte, die Hände hochriss und wahrlich verhalten protestierte. Damit kippte das Spiel dann auch.
10 Minuten vor Spielende fiel der Ausgleich. Ein Sonntagsschuss von der halbrechten Position und aus über 20 Meter Entfernung überraschte Vogt und passte genau in den Winkel. Die SG hatte nichts mehr zuzusetzen und hatte Glück, dass die Gastgeber nicht bereits in der regulären Spielzeit den Siegtreffer erzielten. Chancen waren mehr als genug da.
Vorsichtshalber musste nun auch noch der Gelb-vorbelastete Dengler ausgewechselt werden, ansonsten hätte die Gefahr bestanden, dass nach der Rotsperre von Greve die SG Prechtal/Oberprechtal im ersten Saisonspiel völlig ohne Stürmer dasteht. Die Prechtäler standen nun nahezu völlig ohne Stürmer da, da der einzig verbliebene Michael Moser in der zweiten Spielhälfte gänzlich nichts mehr zuzusetzen hatte.
Die Verlängerung brachte schließlich in der 104. Spielminute das 3:2 und in der 115. Minute das 4:2 Schlussergebnis. Mit diesem Ergebnis war die SG noch gut bedient, es hätte auch noch schlimmer kommen können.
Trainer Schäfer muss sich nun bis zum Saisonstart am kommenden Freitag gegen Mundingen etwas einfallen lassen. Aufgrund von Verletzungen und der immer noch anhaltenden Urlaubssaison steht nur noch ein dünner Kader zur Auswahl. Bleibt zu hoffen dass einige der Spieler (z.B. Simon Burger I, Max Maier, Manuel Burger, Felix Göppert, Nicolas Burger, Jonas Ohnemus, Kilian Winterer etc.) sich bald wieder zurück melden und dass auch die „Urlauberitis“ bald ein Ende findet.